Archive for Januar, 2009

Die Software

Nun möchte ich kurz vorstellen, welche Aufgaben der Server übernehmen soll und welche Software ich hierzu ins Auge gefasst habe.

Das Grundsystem ist das letzte stable Release von Debian, dass ich ohne Grafikoberfläche installiert habe. Um die verschiedenen Aufgaben sauber zu trennen und bei Bedarf eine Maschine einfach sichern und umziehen zu können, habe ich mich entschieden Xen zu installieren. Dabei ist es auch sehr einfach möglich den Server um weitere virtuelle Maschinen zu erweitern. Neben der Nutzung als Xen-Wirt soll der Host nur die Aufgabe übernehmen, Dateien in einem Backup zu sichern. Dies geschieht mit Dirvish, was via rsync nach verschiedenen Regeln inkrementelle Backups anlegt und diese nach verschiedenen Regeln unterschiedlich lange bereit hält. So kann man zB die Tagessicherung wöchentlich verwerfen und die eine Monatssicherung ein Jahr aufheben usw.

Als erste virtuelle Maschine habe ich dann den Fileserver mit Samba aufgesetzt. Zusätzlich habe ich quotatools installiert, damit ich verschiedenen Usern Beschränkungen einrichten kann. Als zweites Gastsystem habe ich ein OpenVPN Gateway installiert. Dieses bietet die Möglichkeit von außen sicher auf den Fileserver etc. zuzugreifen. Des Weiteren kann man es nutzen um in einem ungeschützen W-Lan o.ä. eine sichere Verbindung zum Internet zu nutzen. Für die Zertifikatstelle ist noch OpenSSL installiert worden.

Demnächst geht es dann weiter mit kleinen Tutorials zur Einrichtung der einzelnen Programme sowie weiterführenden Links.

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Die Hardware

Hallo,

dies ist der erste Artikel einer kleinen Reihe über den Homeserver den ich mir gebaut habe. Ich will zunächst auf die angeschaffte Hardware eingehen. Ziel war es, einen sehr leisen Rechner zu bauen, der zudem möglichst gering im Stromverbrauch ist.

Zunächst war die Überlegung welche Festplatten ich nehme. Hier schwankte ich zwischen 2,5 und 3,5 Zoll. Letztlich entschloss ich mich für die Greenline (AACS) von Western Digital, 2x 500Gb, da ich mit diesen bereits in meinem normalen Rechner sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Sie sind deutlich billiger als Notebookfestplatten und vom Stromverbrauch aber nahe dran. Zudem denke ich, sind sie besser für den Dauerbetrieb geeignet und ich erhoffe mir eine längere Lebensdauer.

Bei dem Mainboard schwankte ich, ob ich auf ein günstiges Intel Atom Bord zurückgreifen soll oder mir ein Via Epia Board kaufe. Linux würden wohl beide recht gut unterstützen von den Treibern her. Das normale Intel Atom Board ist allerdings aktiv gekühlt, nicht besonders gut im Stromverbrauch und hat zu dem nur eine Netzwerkschnittstelle. Hier hätte ich also in jedem Fall nachrüsten müssen. Eine Alternative war das MSI Atom Board (MSI IM-945GSE-A). Allerdings wollte ich keine halben Sachen machen und da ich die Option haben wollte, später einfach erweitern zu können, habe ich mich für das Via Epia SN entschieden, in der passiv gekühlten Version. Dieses kostet hier um die 220 Euro. Ich habe es mir von Kerstin aus England mitbringen lassen, so dass es nur etwa 175 Euro gekostet hat. Ich habe es bei http://mini-itx.com/ bestellt. Wenn man dort bestellt und nach Deutschland liefern lässt ist es insgesamt immer noch günstiger.

Dazu habe ich einen einfachen 2 GB Speicherriegel von A-Data genommen, Sharkoon Vibe Fixer und ein be quiet! 300 Watt Pure Power (um die Option für weitere Festplatten zu haben etc.). Als Gehäuse habe ich den Aerocube M40 gewählt. Ein wirklich überzeugendes und kleines Gehäuse. Bald werde ich noch einen Scythe Slip Stream 120mm Lüfter einbauen. da die CPU Temperatur im Moment mit 50-55 Grad doch relativ hoch ist. Gerade im Sommer könnte dies ein Problem werden, da ich im Dachgeschoss wohne. Daher ein solcher, sehr leiser Lüfter (laut Hersteller etwa 8dB).

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